Unterpricing (HS 3)


1. Aufgabe

Der künftige Kurs einer zu emittierenden Aktie nimmt mit der Wahrscheinlichkeit 0,6 den Wert 260 Euro und mit der Gegenwahrscheinlichkeit den Wert 180 Euro an. Im Falle eines Kurses von 180 Euro ist aufgrund der Prospekthaftung des Emittenten mit einer Schadensersatzklage der Anleger zu rechnen, die mit einer Wahrscheinlichkeit von h = 50% zum Erfolg führt.

a) Wie hoch kann der Emittent den Emissionskurs höchstens setzen, wenn die Anleger risikoneutral sind?

b) Zeigen Sie, dass die Prospekthaftung für den erwarteten Nettoerlös des Emittenten irrelevant ist. Nehmen Sie zu der These Stellung, dass die Prospekthaftung das Phänomen des Ex-ante-Underpricing erklären kann.

c) Was ändert sich für den Emittenten, wenn er vorab den richtigen Kurs kennt? Quantifizieren Sie Ihre Antwort!

 

2. Aufgabe

Schlecht informierte Kleinanleger möchten gerne an einem Going Public partizipieren. Es werden 1000 Aktien emittiert. Den möglichen Kurs nach Aufnahme des Börsenhandels schätzen diese schlecht informierten Anleger wie folgt ein:

Vom Gesamtnachfragevolumen entfallen potenziell a = 20 % auf sehr gut informierte Marktinsider, welche den sich einstellenden Börsenkurs mit Sicherheit voraussagen können.

a) Wie hoch ist der erwartete Gewinn der schlecht informierten Kleinanleger, wenn die Aktie zum erwarteten Börsenkurs emittiert wird und die schlecht informierten Kleinanleger im Falle des niedrigen Aktienkurses alle Aktien zugeteilt bekommt?

b) Welches ist der höchste Emissionskurs, den der Anleger zu zahlen bereit ist?

c.) Welche Faktoren erhöhen das Phänomen des Underpricings im Modell von Rock.

d.) Nehmen Sie Stellung zu der These, dass die Prospekthaftung zur Erklärung des Underpricing Phänomens herangezogen werden kann.

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