Der Einfache Fisher Effekt

Dr.-Ing. Hans-Markus Callsen-Bracker


Hier wird angenommen, dass auf Devisenmärkten, die sich im Gleichgewicht befinden, die realen Zinssätze z gleich sein müssen

 

 

Der einjährige Nominalzins r setzt sich nämlich aus dem Realzins z und der Inflationsrate Pi in der folgenden Art und Weise zusammen:

 

 

Umstellen nach z liefert:

 

 

Wenn wir nun unserer Annahme folgen, dass die internationalen Realzinssätze identisch sein sollen, dann muss gelten:

 

 

 

Da wir ex-ante die Inflationsraten noch nicht kennen, müssen wir uns mit den erwarteten Inflationsraten begnügen:

 

 

Wir stellen jetzt so um, dass links wieder das Verhältnis der Bruttozinssätze steht:

 

Um den einfachen Fisher-Effekt zu erhalten, formen wir mit unserem altbewährten Trick um und subtrahieren auf beiden Seiten 1:

 

 

Et voilà! Die Gleichung für den EINFACHEN FISHER-EFFEKT lautet:

 

 

Der relative Unterschied bezüglich der erwarteten Bruttoinflationsraten entspricht dem der Nominalzinssätze!

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